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Fischerhütte Flecken Zechlin Kontakt Informationen

Fischerhütte Flecken Zechlin

Info

Fischerhütte Flecken Zechlin

Geschichte

Der Fischer von Flecken Zechlin, das ist eine Art Generationenvertrag

Flecken Zechlin, das ist ein sehr bekanntes Dorf in der Ostprignitz-Ruppin, direkt am Schwarzen See gelegen. Das Dorf ist im Vergleich das, was man ein Ausnahmedorf nennt. Pittoresker Platz, ohne Zweifel. Hier donnert das Kopfsteinpflaster, und wie zur Beruhigung von zweirädrigen Landdurchwärts-Bummelanten (Volksmund: Touristen) haben sie die Fahrbahnränder geglättet. Dort drauf fährt man "ohne Efée", das Rad läuft ruhig dort. Laster dürfen hier nicht durch, manch Brummi-Fahrer hält sich sogar daran. Die Anderen sollte man teeren, dann federn. Oder umgekehrt.

Die Fischerhütte steht im Karma ihres Gründers Meinhard Gehrt, dessen Seele fester Bestandteile jeden Aufenthalts hier zu sein scheint. Sie steht hier wie ihm zu Ehren, und dafür ist sein Sohn verantwortlich. Im beginnenden Frühsommer flirrt jetzt die Luft mehr als Monate des in sich selbst verlaufenenen Winters, der so abrupt aufhörte, dass es einem gar nicht klar wurde: Ja, jetzt ist Frühling, aber irgendwie fühlt es sich auch schon wie Sommer an. Direkt am Ufer vom Schwarzen See hat die Fischerhütte wieder aufgemacht. Wie jedes Jahr.

Meinhard benannt nach dem Vater des derzeitigen Fischers von Flecken Zechlin

Hier direkt am Seeufer haben ein paar Boote festgemacht. Auf dem Gelände steht eine Anzahl von Hütten, die Haupthütte ist mit Reetdach eingedeckt. Seit 1969 gibt es diesen Ort am Ufer schon, nur sah er nicht immer so aus. Es ist wie in einem alten, verwunschenen Märchen. "Der Fischer von Flecken Zechlin" könnte der Stoff lauten, aus dem das Leben jene DDR-Jahre geschrieben hat, ins Ufergras. Wilhelm Gehrt ist mit uns im Gespräch, während wir kurz zu Gast sind.

2013 ist hier Wilhelm Gehrt "Der Fischer von Flecken Zechlin", er ist der Sohn des alten, vor ca. drei Jahren viel zu früh gestorbenen Vaters. 1969 war alles noch ganz anders. Sie haben alles nach und nach zu dem gemacht, was es jetzt ist. Bewunderungswürdig, was es jetzt ist. Wir bekommen im Gespräch einen nachvollziehbaren Überblick über die einzelnen Schaffensperioden, über das, was hier früher war und über das, was jetzt hier ist: Ein luftig-atmosphärischer Platz mit schönem Wetter, stahlblauem Himmel und ersten, tröpfelnden Besuchern.

Jetzt ist es eine Fischerhütte, das sagt ja schon der Name. Eigentlich ist das hier viel mehr als nur das. Wilhelm Gehrt ist gelernter Binnenfischer. Er lebt vom Fisch. So wie Louis Armstrong einst sang. "Gone fishin`, lebt Gehrt von der Bewirtschaftung bestimmter ringumher liegender Binnengewässer. Der Große Wummsee gehört auch dazu. Der Schwarze See. Und noch einige andere. Jedes Jahr werden mehr als 1 Millionen Brutgehege Fisch ausgesetzt, auch "Bleistifte". Ich erfahre auch den Unterschied: "Glasaale", das kennen wir Doofen ja, aber "Bleistifte"? Ja, das sind die schon etwas Größeren. Die Gewässer hier haben Anschluß an die Meere, bis nach Berlin und notfalls auch noch weiter. Müssen wir uns also nicht wundern, dass Aale weltweit wandern. Für hier und jetzt, für die Fischerhütte am Schwarzen See in Flecken Zechlin spielt die Sargassosee vor der Küste Amerikas nun wirklich keine Rolle.

Hier in der Ostprignitz-Ruppin ist ein Urlaubsgebiet. Hierher kommen auch viele "Buletten", so heißen bei den Einheimischen, etwas verwitzelnd die Berliner, die hierher kommen. Es ist kein Geheimnis, so wie es kein Geheimnis ist, dass Menschen mit dem Kennzeichen "OHV" ohne Hirn und Verstand fahren undsoweiter undsofort. Wir brauchen solche gedanklichen Eselsbrücken. So wie sich jetzt vielleicht jeder wundert, warum "Gone Fishin" hier auftaucht? Esel gibt´s in Flecken Zechlin nicht, ein paar Straußenvögel allerdings, für Esel aber muss man weiterfahren Richtung Zechliner Hütte. Brücken schon, doch ist ein anderes Thema.

Als sein Vater viel zu früh an furchtbarer Krankheit verstarb, hat Wilhelm Gehrt das ganze Areal übernommen. 1989 war das Jahr der Zeitenwende. Die DDR ging unter (nicht am Schwarzen See, übrigens). Hinterher fand irgendwie eine Art "management buy out" statt, das ist diese Art der Privatisierung, bei der die Treuhandanstalt den "schon immer hier beschäftigten Mitarbeitern" ihre Betriebe bevorzugt zur Übernahme angeboten hat.

Fische aussetzen, sie hegen und pflegen, sie dann wieder einfangen. Fische räuchern ist eine feste Größenordnung am Ufer des Schwarzen Sees. Und dann die Fischerhütte. Wir begreifen, es ist eine Art saisonales Säulenstützfußtum: Mehrere Säulen umfasst die Erwerbswirtschaft hier, und alles verläuft nicht jahraus jahrein, sondern stets mit saisonalen Schwerpunkten.

Meinhard Gehrt der Fischer von Flecken Zechlin
Tolle Arbeit: Meinhard Gehrt, der Fischer von Flecken Zechlin, gestorben 2010, angefertigt von Wilhelm Gehrt, seinem Sohn)

Weswegen wir selbst als Saisongäste am Ufer sitzen. Es gibt einen Matjes, dazu Bratkartoffeln. Die Preise sind moderat, das Essen schmeckt gut, der Service ist "Hol Dein Zeugs selbst vom Tresen ab", dafür kostet es nicht Unmengen. Alles schön, alles gut, nix zu mosern. Nichts auszusetzen hier, so wie bspw. an diesem Baugeschäft, dass die berechtigte Kritik zum Anlass nimmt, ein paar Freunde um möglichst schönschreiberische Gegenkritiken zu bitten, haha, so ein Quatsch.

Und, Angst vor den ganzen "abgefeimten Dämlacken", die sich im Internet ne rotzige Nase von der Seele schreiben? Keineswegs, sagt Wilhelm Gehrt auf Nachfrage: Wie haben hier wirklich viele Kunden während der Saison. Eigentlich hören wir nur Gutes, hinterher. Die Leute, die hierher kommen, sind eben nicht "kopfzentralisiert", sondern in guter, ausgelassener Stimmung.

Der Weg zur Fischerhütte lohnt sich, man kann ein gutes Essen für eine übersichtliche Menge Geld haben, sich für die weiteren Taten dieses Weges stärken, eine Weile die Haut in die Sonne halten und - wie wir es zu sagen pflegen heutzutage - chillen. Es ist ganz zweifelsohne ein besonderer Ort und ein Ausflug dorthin sollte unbedingt eingeplant werden. Sogar als Bulette ist man hier herzlich willkommen.

Adresse: Seestraße 5, 16837 Flecken Zechlin, Brandenburg, Germany
Telefonnummer: +491736769164
Stadt: Flecken Zechlin
Postleitzahl: 16837



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Bewertungen
Sehr schöner Platz um Fisch zu essen! Es gibt eine große Auswahl und dazu noch super Preise! Mir hat am besten die Lage gefallen. Direkter Platz am Wasser und sehr tolle Anlegemöglichkeit. Wir kommen gerne wieder
Die Fischerhütte gehört zu den Müritzfischern und auch hier wie bei allen Läden: hier arbeiten Leute mit viel Herz, es gibt leckeren Fisch und das größtenteils regional und die Preise sind angemessen. Zudem kann man gut sitzen und seine Speisen genießen.
Tolle Lage an kleiner Anlegestelle und leckeres Essen. Die Fischbrötchen auch noch zu bezahlbaren Preisen. Nur zu empfehlen.
Sehr guter Fischimbiss in Flecken Zechlin. Kartoffelsalat wirkte eher aus dem Eimer, die Bratkartoffeln als Beilage waren sehr frisch. Fisch aber wirklich sehr gut. Schattige Sitzgelegenheiten teilweise direkt am Wasser. Im Herbst nicht zu voll, mussten also angemessen auf unser Essen Sekbstbedienung warten.Essen: 4/5
Gut besuchten Lokal am Wasser. Hervorragenden Fisch, Schleie, Bismarck und Zander war unsere Wahl, alles bis auf die Gräten aufgegessen. Kann man nur empfehlen.
Für diesen kleinen Ort ein toller Fleck wo man , als Radfahrer oder Wanderer, eine kurze rast einlegen sollte ! Gemütlich und ein ständiges kommen und gehen machen diesen Ort interessant und leckeres Essen und Trinken gibt es dazu
Seit ca. 10 Jahren kommen wir mit Motorrad mindestens 2 x im Jahr zum Fischessen. Das Zanderfilet mit Bratkartoffeln ist unser Hit. Einfach schön gelegen und immer freundlicher Service. Heute bei dem Traumwetter, als Saisonabschluss ein 250 Km Tour mit Stopp zum Mittag Bitte macht weiter so.
Hier gibt's guten Fisch direkt am See. Auch werden geräucherte Fischspezialitäten zum Mitnehmen angeboten. Ein absolutes Muss!
Ich liebe diese an verschiedenen Orten angesiedelten Fischerhütten, an denen man mit dem Boot anlegen kann und frischen oder geräucherten Fisch aus der Region bekommt.
Schöne Anlegestelle und Möglichkeit leckeren Fisch zu bekommen auch als Imbiß wie ein Aalbrötchen. Gut besucht und beim Räuchern zuzusehen hat was entspannendes. Die Liköre sind auch zu empfehlen.
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